Ergotherapie

Eine psychisch-funktionelle Behandlung stellt psychische, sowie psychosomatische Störungen und Belastungen in den Fokus der Therapie. Diese richtet sich danach, was Sie ganz individuell in Ihrem Alltag, in Ihrem Inneren erleben und in Ihrer Handlungsfähigkeit im Alltag beeinträchtigt.

Die Ergotherapie bindet im therapeutischen Prozess vielfältige Mittel ein. Die kreativen Ausdrucksmöglichkeiten ermöglichen es, spielerisch Lösungen für schwierige Fragen zu finden. Die psychisch-funktionelle ergotherapeutische Behandlung gehört zu den handlungsorientierten therapeutischen Verfahren.

Sie setzt ressourcenorientiert an Ihren Fähigkeiten an, beziehungsweise, fördert diese, falls sie derzeit nicht von Ihnen im Alltag eingesetzt werden können.

So begleiten wir Sie auf Ihrem Weg und erarbeiten mit Ihnen zusammen,

  • wie Sie Ihre Umgebung und Sie sich selbst darin erleben,
  • wie und wann es zu inneren und äußeren Spannungen kommt,
  • die Fähigkeit, Wahrnehmungen und Handlungen anpassen, planen und durchführen zu können.

Dabei kann es zum Beispiel:

  • um Ihre Beziehungen im Familie-, Freunde- und Arbeitsumfeld, 
  • um Verluste, 
  • um Unsicherheiten und Ängste,
  • um die Bewältigung von schwierigen Lebenserfahrungen gehen.​

Ziel der Behandlung:

  • Sich selbst und Ihre eigenen Einstellungen und Handlungen im Alltag zu beobachten,
  • Erweiterte Blickwinkel zu entwickeln,
  • Neue Wahrnehmungs- und Handlungsvarianten zu finden, um diese im Schutz der Therapie auszuprobieren.

Therapiemethoden:

  • ergotherapeutische Befunderhebung mittels Beobachtung, Gesprächsführung und verschiedenen Instrumenten wie COPM, MOHO u. a.
  • kompetenzzentrierte, ausdruckszentrierte und interaktionelle Methoden
  • prozess- und ergebnisorientierte Methode

Therapiemedien:

  • Tonarbeiten
  • Speckstein
  • Holzbearbeitung
  • Gestalterische Medien

Therapieziele:

  • Verbesserung und Erhalt der Alltagsbewältigung
  • Förderung der Wahrnehmung und Wahrnehmungsverarbeitung
  • Verbesserung und Erhalt der Belastungsfähigkeit und Ausdauer
  • Verbesserung von Antrieb und Motivation
  • Förderung der Konzentrationsfähigkeit
  • Wiedererlangung von Handlungskompetenz
  • Entwicklung und Verbesserung der Krankheitsbewältigung

Indikationen:

  • Affektive Störungen
  • Angststörungen
  • Demenz
  • Depression
  • Burnout-Syndrom
  • Essstörungen
  • Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
  • Psychische Störungen im Jugendalter
  • Schizophrenie
  • Süchte
  • Zwangsstörungen